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Dachbegrünung vom FachbetriebArgumente für fachgerechte Dachbegrünungen
In Deutschland spielen für die Dachbegrünung zwei Gesetzesvorgaben eine große Rolle: die Eingriffs-Ausgleichs-Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes (nach § 19) und die Entwicklung der Berechnung der Abwassergebühren, die früher oder später in allen Bundesländern durch eine gesplittete Abwassergebühr erhoben werden. In der Praxis heißt das, dass viele Dächer aufgrund von Bau- und Naturschutzauflagen begrünt werden müssen und immer mehr Dächer freiwillig begrünt werden, weil Teile der Kosten für die Niederschlagswassergebühr eingespart werden können.
Der reine Dachbegrünungsaubau ist derzeit nicht im Sinne der Wärmeschutzverordnung als definierte Dämmschicht anrechenbar. Als Grund wird angeführt, dass der Gesamtaufbau phasenweise durchfeuchtet ist, was zu Kältebrücken führen kann. Untersuchungen u.a. von KOLB (1988), KÖHLER (2006) und MINKE (2009) haben dagegen gezeigt, dass begrünte Dächer durchaus nennenswerte Wärmedämm- und Hitzeschutzeigenschaften besitzen. Hier besteht also auf jeden Fall noch Handlungs- und Forschungsbedarf - in den Bereichen „Lärmschutz“ und „Feinstaubbindung“ ebenso. Nachhaltigkeitsaspekte begrünter DächerDie Nachhaltigkeit von Gebäuden wird u.a. unter den Aspekten Ökonomie, Ökologie und Soziales betrachtet – wie steht die Dachbegrünung dazu?
Ökonomie Unter diesen Punkt werden alle Wirkungen begrünter Dächer zugeordnet, die direkte und indirekte finanzielle Einsparungen mit sich bringen. Sie waren u.a. auch Grundlagen verschiedener Kosten-Nutzen-Betrachtungen. Die bisher durchgeführten Kosten-Nutzen-Analysen von HÄMMERLE (1995 und 2002), KOLB (1997), MANSCHEK (1997), LIETCKE (1998), HOFFMANN (1999), KRUPKA (2001) und MANN (2003) lassen sich aufgrund unterschiedlicher Ausgangs nicht direkt miteinander vergleichen. Richtungsweisen war die Veröffentlichung von HÄMMERLE (1995), der als Erster eine ausführliche Analyse erstellte, die vielen Autoren als Leitfaden diente. In einem Punkt sind sich alle Autoren einig – begrünte Dächer rechnen sich.
Ökologie Hier finden sich die Punkte, die ökologischen Belangen gerecht werden.
Soziales In diesem Themenbereich steckt vor allem das, was man unter „Lebensqualität“ versteht, die durch das Begrünen von Dächern direkt und indirekt beeinflussbar ist.
Die Tendenz zu nutzbaren Intensivbegrünungen mit Freizeit- und Verkehrsflächen ist spürbar. Auf Kaufhäusern, Geschäften, Einkaufszentren, Hotelanlagen, Schulen, Kindertagesstätten, Parkhäuser entstehen für den Menschen nicht nur zusätzlicher „Wohnraum“ mit Spiel- und Sportplätzen, Pausen- und Rückzugsräumen, sondern vor allem Begegnungsstätten generationsübergreifend für junge und ältere Menschen. Und das Reizvolle für alle Investoren – der Baugrund für diese weiteren Nutzflächen ist kostenlos. Er wurde ja schon ebenerdig bezahlt und erfährt „oben“ eine „Zweitnutzung“. Und die Kosten der beschriebenen intensiven Dachbegrünungen sind bei weitem geringer als die Kosten eines neuen Bauplatzes – man muss sich nur die Grundstückspreise in größeren Städten vor Augen halten. Ganz davon zu schweigen, dass vor allem in Ballungszentren freie Bauplätze Mangelware sind. |
Die Fachvereinigung Bauwerksbegrünung e.V. (FBB) ist eine Vereinigung von Firmen rund um die Bauwerksbegrünung
unsere Schwerpunkte sind die Dachbegrünung und die Fassadenbegrünung.
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