Im
Februar 1997 waren erstmals die Vereinigungen für Bauwerksbegrünungen aus
Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammengetroffen, um gemeinsam die
Errichtung von grünen Dächern und die Begrünung von Fassaden und Innenräumen in
den drei Ländern zu forcieren. Beim internationalen Treffen am 27. November
1998 in Zell am See kamen die Vertreter
aus Italien und Ungarn dazu. Bei dieser
Gelegenheit wurde die Europäische Föderation der Bauwerksbegrünungsverbände -
EFB - ins Leben gerufen.
Begrünte
Dächer, Fassaden und Innenräume - so sind sich die Gebäudebegrüner einig -
sorgen für mehr Lebensqualität in unseren Städten und geben der Natur einen
Teil der versiegelten Flächen wieder zurück. Gründächer verschönern und
schützen ein Dach, speichern Niederschläge, filtern Staub, binden Schadstoffe,
bewirken Schallschutz, und sorgen für natürliche Wärmedämmung. Trotz dieser
Vorteile und einer langen Tradition der Gebäudebegrünung, wissen viele Planer,
Bauherren und Kommunen immer noch zu wenig über Voraussetzungen und technische
Standards für begrünte Dächer. Die einzelnen nationalen Vereinigungen haben es
sich deshalb zur Aufgabe gemacht, für grüne Dächer und Fassaden zu werben, zu
informieren, zu beraten und zu schulen, Normen und Richtlinien zu schaffen und
die Öffentlichkeit über die Vorteile der Bauwerksbegrünung aufzuklären.
Da immer
mehr Entscheidungen auf die europäische Ebene verlagert werden, haben sich die
Einzelverbände entschlossen - über ihre nationalen Ziele hinaus - sich zur EFB
zusammenzuschließen. Dadurch sollen Synergieeffekte genutzt werden.
Gemeinsame
Werbung und der Austausch von Know-how sollen Kosten sparen und den
"Gründach-Gedanken" europaweit verbreiten. Inzwischen ist auch der
Verband aus den Niederlanden der EFB beigetreten und die Vereinigungen für
Bauwerksbegrünung anderer Länder haben Interesse an einer Zusammenarbeit
angemeldet. Die EFB hat Statuten erarbeitet und beschlossen. Das Präsidium als
Führungsgremium besteht aus je einem Vertreter der nationalen Verbände. Die
Hauptversammlung, in die jedes EFB-Mitgliedsland drei Vertreter entsendet,
sorgt für den demokratischen Unterbau, ist für die Kontrolle des Präsidiums
zuständig und fungiert vor allem als Ideengeber.
Die EFB wird sich mit
unterschiedlichen Aktivitäten direkt in die Meinungsbildung in Sachen
Umweltschutz und Kompensation von Eingriffen in die Natur einschalten und
konkrete Maßnahmen durchführen,
die zu einer nachhaltigen Wachstumspolitik beitragen.
www.efb-greenroof.eu
Die Mitglieder der EFB:
Italien: Associazione Italiana Verde Pensile, A.I.VE.P.
Niederlande: Vereniging van Bouwwerk Begroeners, V.B.B.
Österreich: Verband für Bauwerksbegrünung, V.f.B
Schweiz: Schweizerische Fachvereinigung Gebäudebegrünung, SFG
Ungarn: Zöldtetöépitök Országos Szövetsége, ZEOSZ
Grossbritannien: Livingroofs.org
Schweden: Scandinavian Green Roof Association, SGRA
Deutschland: FBB Fachvereinigung Bauwerksbegrünung, FBB
Belgien: Belgische Vereniging Groendaken en Gebruiksdaken, BVGG